Theatersaison 2026 | Toi, Toi, Toi...

Der Eingebildete Kranke

Achtung, Achtung: Argan ist wieder krank! Also… glaubt er zumindest. In „Der eingebildete Kranke“ jagt unser Lieblings-Hypochonder von Symptom zu Symptom, während alle anderen nur versuchen, nicht komplett den Verstand zu verlieren.

Argans neuester Plan? Seine Tochter soll einen Arzt heiraten – reine „medizinische“ Vorsorge versteht sich. Blöd nur, dass Liebe keine Diagnose kennt.

Unsere moderne Inszenierung bringt Molières Komödienklassiker mit viel Tempo, Humor und herrlich überdrehten Momenten auf die Bühne. Garantiert rezeptfrei – aber extrem wirksam gegen schlechte Laune!

Mit einem Klick auf den Button gelangen Sie auf die Webseite des THEATER NIENBURG, über dessen Service derzeit unsere Ticketverkäufe abgewickelt werden.  

Zu den Hintergründen...

Für diese Spielsaison hat sich unsere Regisseurin Franziska Marra mit Molières „Der eingebildete Kranke“ für eine Komödie entschieden, die so manches überspitzt und ins Lächerliche zieht, zugleich aber auch ernste Themen bespricht und Gesellschaftskritik übt. Protagonist ist Argan – ein Hypochonder, der seine Tochter Angélique unbedingt mit einem Arzt verheiraten will, um einen Mediziner zum Schwiegersohn zu erhalten, der ihm selbst am meisten nutzt. Seine treue Pflegekraft Toinette und sein Bruder Béralde hegen erhebliche Zweifel an Argans angeblichen Krankheiten, versuchen ihn von seinen Heiratsplänen abzubringen und von seiner guten Gesundheit zu überzeugen. Blöd nur, dass Möchtegern-Mediziner, wie die Mesdames Purgon und Fleurant wissen, dass sie in ihm „eine richtige Kuh zum Melken“ gefunden haben und seine Hypochondrie arglistig ausnutzen. Die Inszenierung holt das 1673 geschriebene Stück im Bühnenbild, in den Kostümen und in den medizinischen Inhalten in die Moderne. Die Sprache jedoch belässt sie größtenteils im damaligen Stil, um den Charme des Stückes zu erhalten.

Regie: Franziska Marra

Nach dem Abitur absolvierte Franziska ein vierjähriges Schauspielstudium an der Schule für
Sprachgestaltung und Schauspiel am Goetheanum. Während dieser Zeit spielte sie selbst die
Angélique in „Der eingebildete Kranke“ und übernahm in Produktionen des „Neuen Theaters am
Bahnhof“ in Dornach u.a. Rollen in Lessings „Nathan der Weise“, Lorcas „Bernada Albas Haus“
und Strindbergs „Fräulein Julie“. Schon früh übernahm sie auch Aufgaben in der Regieassistenz.
Auch während des Studiums der Sozialen Arbeit belegte sie weiter Kurse in Theaterpädagogik
und übernahm Theaterprojekte mit psychisch erkrankten Menschen.
In Drakenburg gründete sie 2024 das Projekt „Theater Drakenburg“ und übernahm die Regie im
eigens für die 1000-Jahr-Feier geschriebenen Stück „Gewissenskrieg“.
Ihre professionelle Handschrift und einfühlsame Regiearbeit zeigt sich auch in der aktuellen
Produktion von Moliéres „Der eingebildete Kranke“

Über das Programm

“Wenn ich gut gegessen habe, ist meine Seele stark und unerschüttlich,” sagte schon Molière.
Darum laden wir euch ein, euch mit Köstlichkeiten des Drakenburger Restaurants Ancaplatz vor oder nach der Aufführung, sowie in der Pause verwöhnen zu lassen. Beide Gastwirte
eröffnen ihr Angebot jeweils zwei Stunden vor den Theateraufführungen.
“Wer ohne Wein und ohne Liebe lebt, ist wahrlich nicht bei Sinnen.” Für die Liebe müsst ihr
schon selbst sorgen, für Getränke sorgen wir. Euch erwarten leckere Cocktails, alkoholische
und nicht-alkoholische Getränke vom Cocktailchef Nienburg.
Abgerundet wird das Programm an beiden Theaterwochenenden durch Live-Musik von unserer
Band.
Mal sehen, wie lang der Abend geht!

Wichtige Informationen!

Unser Rahmenprogramm

An den beiden Theaterwochenenden erwarten dich köstliche Cocktails, alkoholische und alkoholfreie Getränke, sowie Delikatessen aus dem regionalen Restaurant Ancaplatz, die auf dem Hof des Rittergut Drakenburg erworben werden können.

Alle Spieltermine

Fr. 29. Mai 2026 um 19 Uhr
Sa. 30. Mai 2026 um 19 Uhr
So. 31. Mai 2026 um 17 Uhr

Fr. 05. Juni 2026 um 19 Uhr
Sa. 06. Juni 2026 um 19 Uhr
So. 07. Juni 2026 um 17 Uhr

Unser Programmheft 2026

Die Seiten lassen sich durch Anklicken vergrößern!

Unsere Bühne: Das historische Rittergut Drakenburg

Adresse: 31623 Drakenburg | Kirchstraße 10
(Anmerkung! Wir empfehlen aufgrund des historischen Burgpflasters festes Schuhwerk)

Über den Autor

Molière wurde als Jean Baptiste Poquelin im Januar 1622 in Paris geboren. Schon in jungen Jahren verlor er erst seine leibliche Mutter, dann seine Stiefmutter im Kindbett und mit ihnen auch den Glauben an die damalige Medizin. Nach kurzer Tätigkeit in Amtsnachfolge seines Vaters als königlicher Raumausstatter, studierte er Jura. Ab 1641 widmete er sein Leben dem Theater, zog zunächst 13 Jahre mit verschiedenen Theatergruppen durch Frankreich und kehrte dann nach Paris zurück, wo er die Aufmerksamkeit von König Ludwig dem XIV. erhielt und viele Jahre am Königshof Komödien inszenierte. Seine Werke beschäftigten sich neben der Auseinandersetzung mit der Medizin, mit Kritik an Kirche und Gesellschaft. Ab 1667 versuchte er, das Theater mit Ballettkomödien zu füllen. Sein letztes Werk war 1673 “Le Malade imaginaire”, in dem er selbst die Hauptrolle übernahm. In der 4. Aufführung, am 17.02.1873, erlitt Molière einen “Blutsturz”, den die Zuschauer zunächst für eine gekonnte schauspielerische Einlage hielten. Er konnte noch in seine nahegelegene Wohnung gebracht werden und verstarb dort mit 51 Jahren.

Über die Musik

Die Ballettkomödie ist eine spezifisch französische Operngattung, bei der ein gesprochenes
Theaterstück durch Musik und Tanz aufgelockert wird. Nach jahrelanger, erfolgreicher
Zusammenarbeit mit Lully überwarf sich Moliére mit ihm und fand in Charpentier einen neuen
Komponisten. Dieser schrieb die Originalmusik für „den eingebildeten Kranken“.
Lully war gekränkt. Als Inhaber des Monopols für das Musiktheater in Paris schränkte er die Zahl
von Sängern und Instrumenten erst ein und verbot die Musik bei Theaterstücken später ganz. So
wurde nach dem Tod von Molière aus der einstigen Oper ein reines Schauspiel. Zentrale
Bedeutung im Stück hat die Oper in der Oper, die Szene in der Cléante seiner Angélique direkt
vor den Augen seines Vaters und dem Konkurrenten Thomas seine Liebe erklärt.
In unserer Aufführung lebt die Musik wieder auf. Sie wurde von Thomas Bierling neu komponiert
und einstudiert. Thomas untermalt unser Stück am Keyboard und wird von Dr. Bernd Leweke am
Saxophon, sowie von Jens Meinheit am Schlagzeug begleitet.

Über Thomas Bierling

Nach seiner klassischen Klavierausbildung wandte sich Thomas Bierling recht bald dem Jazz und der Popularmusik zu. Als Komponist nimmt er neben der Ernsten Musik auch die Unterhaltungsmusik sehr ernst, wie z.B. in seiner Grundgesetz-Vertonung “Recht harmonisch”. Sein Spektrum reicht von Orchesterwerken bis zu Pop und Easy Listening, wobei er eine besondere Begabung hat, regelrechte Ohrwürmer zu schreiben.

Besetzungsliste "Der Eingebildete Kranke"

Stand: 07. Mai 2026

Schauspielerinnen und Schauspieler

ArganKarsten Quast
ToinetteEmely Bitmead
AngéliqueMarilena Westermann
BélinePetra Ries
Madame BonnefoyClaudia Helfers
CléanteAndree Schäfer
Monsieur Diafoirus Matthias Suhr
Thomas DiafoirusChristine Kreide
LousionAnnemarie Siemering
LousionAngelina Wingerath
BéraldeHolger Hinrichs
Madame Fleurant Tanja Wingerath
Madame PurgonAnja Altmann

Hinter den Kulissen

RegisseurinFranziska Marra
Dramaturgie und TonMarkus Bauer
SouffleuseGudrun Selent-Pohl
Komponist & PianistThomas Bierling
SaxophonistDr. Bernd Leweke
Schlagzeuger Jens Meinheit
Bühne & RequisiteKathrin Suhr
Bühne & RequisiteRita Grandt
Bühne & RequisiteTanja Wingerath
Bühne & RequisiteAngelina Wingerath
Bühne & Requisite und LichtManfred Janus
Bühne & RequisiteMatthias Suhr
Plakate, Flyer & Programmhefte Emely Bitmead
Social MediaEmely Bitmead
Social MediaAnja Altmann
Website Emely Bitmead
Website Jörg Mielke
RittergutBurkhard Benecke
CateringAncaplatz
TontechnikSSG Rohrsen
Ticketing, Licht- & TontechnikTheater Nienburg